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Gute Zeiten – schlechte Zeiten?

Gute Zeiten – schlechte Zeiten?

Irgendwie haben die meisten von uns bereits vergessen, dass wir Anleger noch vor einem Jahr im Abgrund des Börsencrashes festsassen und uns vor einer drohenden Depression fürchteten. Seither hat sich sehr viel geändert: tiefster Pessimismus und Existenzangst haben steigender Zuversicht Platz gemacht angesichts rasch steigender Börsenpreise und wenigstens teilweise ermutigender Zahlen aus der Wirtschaft. Nun stehen wir vor der Frage: Hat der Markt jetzt jahrelange Exzesse wie die Technologieblase und die Hyperspekulation im Liegenschaften- und Finanzsektor verarbeitet und befindet er sich auf einem soliden Wachstumspfad, oder sind wir nur auf einem künstlichen Zwischenhoch und werden schon wieder durch neu sich bildende Spekulationsblasen bedroht?

Zwei berühmte Ökonomen, die auch noch Freunde sind, nehmen bei dieser für uns wichtigen Frage völlig gegensätzliche Positionen ein. Robert Shiller, Professor in Yale und Autor des Buches „Irrational Exuberance“, hat die beiden letzten grossen Abstürze richtig im Voraus erkannt und davor gewarnt. Er macht sich Sorgen um die Zukunft der Börse. Bedenklich stimmt ihn, dass Aktienpreise, trotz zweier schweren Abstürze, seit 1991 die meiste Zeit überhöht waren, d.h. über dem langfristigen Durchschnitt. Nur während 7 Monaten waren sie unterbewertet. Die Geschichte lehrt, dass wenn dies der Fall ist, die nachfolgenden Jahre reduzierte Renditen hervorbringen werden. Nach seiner Ansicht haben die massiven Finanzspritzen von Regierungen und Zentralbanken verhindert, dass der Absturz sich voll entfalten konnte. Dadurch wurde auch die korrigierende und das Verhalten verändernde Wirkung, die normalerweise von solch einschneidenden Zusammenbrüchen ausgeht, reduziert; deshalb auch erholten sich die Aktienpreise relativ rasch und blieben nicht über längere Perioden unterbewertet. Shiller befürchtet, der Liegenschaftsmarkt in den USA könnte erneut Probleme bekommen.

Ganz anderer Meinung ist Jeremy Siegel, Professor an der Wharton School. Er ist Autor des Buches „Stocks for the Long Run“. Nach seiner Ansicht sind Aktien heute billig und die Aussichten sind vielversprechend. Beide Professoren sind sich einig, dass Aktien langfristig ein durchschnittliches Preis/Gewinn-Verhältnis von 16 Mal haben. Shiller verwendet einen 10-Jahresdurchschnitt der Gewinne, um Schwankungen auszugleichen, während Siegel die künftigen Gewinne von 2010 anwendet. Bei Shiller ergibt das ein P/E von 20, bei Siegel eines von 15. Nach Siegel ist für einen Markt im Aufschwung nach einer Rezession ein P/E von 18.5 angemessen.

Wer hat Recht? Robert Shiller war überlegen im Erkennen von Problemen und Übertreibungen, da ist er unerreicht. Anderseits blieb er vor einem Jahr, im Tiefpunkt des Crashs, vorsichtig und eher pessimistisch. Jeremy Siegel dagegen hat die Krise nicht vorausgesehen, aber er hat die Chance im Tiefpunkt erfasst und das Rallye vorausgesehen. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo zwischen den beiden. Man muss nur zur rechten Zeit auf den rechten Mann hören.

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Über uns

Die Firma Kraemer, Schwab & Co. AG Investment Management wurde im Jahr 1983 gegründet und ist im Besitze der Partner. Wir sind vom Value-Investing überzeugt, unsere diesbezüglichen Vorbilder sind Warren Buffet und Benjamin Graham. Über all die Jahre haben wir positive Erfahrungen gemacht mit der Kombination aus Blue-Chip Aktien und hochrentierenden Obligationen. Mit unserem attraktiven Pricing unterstützen wir den Wertzuwachs der Investments unserer Kunden.

Zu unseren bedeutendsten Aktienengagements gehören folgende sieben Titel: Berkshire Hathaway, Nestlé, Johnson & Johnson, Zürich Financial Services, Novartis, Medtronic und Procter & Gamble.



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KRAEMER, SCHWAB & CO. AG
Investment Management
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